Planung und Genehmigung
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Die geplante Südlink Trasse könnte direkt unter meinem Haus entlanglaufen. Wird mein Haus dann abgerissen?

Ich habe gerade voller Entsetzen feststellt, dass die geplante Südlink Trasse im Landkreis Peine vermutlich direkt unter meinem Haus entlanglaufen wird. Wird mein Haus dann abgerissen oder werden die Leitungen unter meinem Haus hindurchverlegt?

Frage von Michael S., 10. Mai 2017

Die für den SuedLink zuständigen Übertragungsnetzbetreiber TenneT und TransnetBW haben einen Antrag auf Bundesfachplanung bei der Bundesnetzagentur eingereicht. Dieser enthält erste Planungen für den SuedLink, konkret sind das verschiedene Trassenkorridor-Vorschläge mit einer Breite von jeweils 500-1000m Breite. In welchem der Korridore die anschließende detailliertere Planung erfolgt, wird in der Bundesfachplanung entschieden. Für die Auswahl des am besten geeigneten Korridors werden unter anderem Raumverträglichkeits- und Umweltprüfungen durchgeführt. Die Bundesnetzagentur ist hierfür die zuständige Genehmigungsbehörde.

In dem ausgewählten Korridor wird dann der genaue Verlauf der SuedLink-Leitung ermittelt. Nur ein Teil des Korridors wird dafür in Anspruch genommen. Eine Betroffenheit Ihres Hauses ist daher zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht absehbar. Aktuell finden für die einzelnen SuedLink-Abschnitte sogenannte Antragskonferenzen statt, bei der sich die Öffentlichkeit beteiligen kann. Die Antragskonferenz für den SuedLink Abschnitt B, der auch Ihre Region umfasst, findet am 13. Juni 2017 in Hannover statt.

Hier der Link zur Website der Bundesnetzagentur mit näheren Informationen: https://www.netzausbau.de/SharedDocs/Termine/DE/Veranstaltungen/2017/170613_AK3_4_Hannover.html?nn=397028

Diese Antragskonferenz ist für Sie wichtig. Auf Antragskonferenzen können Bürgerinnen und Bürger formal ihre Anliegen ins Genehmigungsverfahren einbringen und sich an den Planungen beteiligen. Alle dort eingebrachten Einwände werden von der Bundesnetzagentur geprüft. Einwände sind auch schriftlich möglich.

Grundsätzlich ist es rechtlich möglich, dass für Infrastrukturmaßnahmen Häuser abgerissen werden, doch ist dies sehr unwahrscheinlich. Die rechtlichen Hürden für solche Entscheidungen sind vom Gesetzgeber sehr hoch angesetzt. Ein Erdkabel unter einem Haus zu verlegen, wäre technisch möglich, wird jedoch in der Praxis nicht umgesetzt. Der Zugang zum Erdkabel, z.B. für Reparaturen, muss jederzeit gewährleistet sein. Nur wenn kein alternativer Leitungsverlauf möglich ist, wie bei der Querung von Flüssen oder Kanälen, werden Unterbohrungen durchgeführt.

Antwort von Redaktion, 17. Mai 2017

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