Unsere Ziele

Bei der Planung von großen Infrastrukturvorhaben wünschen sich immer mehr Bürgerinnen und Bürger frühzeitige Informationen und Mitsprachemöglichkeiten. Auch der Ausbau des Stromnetzes führt bei vielen Bürgerinnen und Bürgern zu berechtigten Fragen: Wie wird der Ausbaubedarf überhaupt festgestellt? Welche Technik kommt dabei zum Einsatz? Wird die land- und forstwirtschaftliche Nutzbarkeit der Böden eingeschränkt? Wie können die Auswirkungen auf Gesundheit, Umwelt und Landschaftsbild minimiert werden?

Mit bundesweit zehn Bürgerbüros stellt der BDS direkte Ansprechpartner in den verschiedenen Regionen bereit. Zusammen mit einem mobilen Bürgerbüro kann der Bürgerdialog Stromnetz die in den Regionen geführten Diskussionen zum Netzausbau aufnehmen, moderieren und dokumentieren. Ergänzt werden diese Angebote vor Ort durch die Webseite www.buergerdialog-stromnetz.de. Dort finden sich einfache und verständliche Informationen zu den Netzausbauvorhaben in Deutschland. Zusätzlich werden verschiedene Online-Dialog-Formate, ein zentrales Bürgertelefon und der Twitter-Kanal @stromnetzdialog angeboten.

Wir geben Bürgerinnen und Bürgern Orientierung über ihre Beteiligungsmöglichkeiten.

Der Bürgerdialog Stromnetz nimmt die Fragen und Sorgen von Bürgerinnen und Bürgern ernst. Als Initiative möchte er den offenen und transparenten Austausch zwischen allen Beteiligten rund um den Ausbau des Stromnetzes in Deutschland voranbringen. Dazu stellt der Bürgerdialog Stromnetz grundlegende Informationen zur Energiewende und zum Stromnetzausbau bereit und zeigt Bürgerinnen und Bürgern frühzeitig auf, welche Beteiligungsmöglichkeiten es in den unterschiedlichen Planungs- und Genehmigungsverfahren gibt.

Wir stehen für einen Dialog auf Augenhöhe und informieren unabhängig über die unterschiedlichen Argumente.

Bei einem komplexen Thema wie dem Ausbau des Stromnetzes und einer Infrastrukturmaßnahme dieser Größenordnung reicht es jedoch nicht aus, zu wissen, wann und wo man sich beteiligen kann. Neben den technischen, ökologischen, biologischen und geographischen Aspekten des Netzausbaus sind je nach Vorhaben unterschiedliche planungsrechtliche Vorgaben zu berücksichtigen. Die ökonomische und insbesondere die energiewirtschaftliche Dimension ist schwer zu überblicken. Kurzum: Bürgerbeteiligung setzt Vorwissen und auch ein Verständnis für die Positionen anderer Akteure voraus. Um diese zu vermitteln, fördert der Bürgerdialog Stromnetz einen breiten Dialog zwischen Bürgerinnen und Bürgern, engagierten Initiativen, Verbänden und Interessensgruppen, den politisch Verantwortlichen, den zuständigen Genehmigungsbehörden und natürlich auch den Vorhabenträgern. Der Bürgerdialog Stromnetz bemüht sich, in seinen vielfältigen Veranstaltungsformaten ein möglichst vollständiges Spektrum der unterschiedlichen Positionen zum Netzausbau zu versammeln und die Beteiligten miteinander ins Gespräch zu bringen.

Wir suchen den Austausch mit Betroffenen und Kritikern.

Auch das beste Beteiligungsverfahren wird einen erklärten Trassen-Gegner nicht zu einem Befürworter werden lassen. Ein realistisches Ziel kann aber sein, die Planungs- und Entscheidungsprozesse für die Betroffenen transparent und verständlich darzustellen und die vorhandenen Beteiligungsmöglichkeiten aufzuzeigen. Da die Gestaltungsmöglichkeiten umso größer sind, je früher man sich im Planungsprozess befindet, versucht der BDS möglichst frühzeitig zu informieren. Gerade bei geringen Handlungsspielräumen sollten die vorhandenen Möglichkeiten zur Beteiligung und Optimierung genutzt werden. Im Dialog mit Anwohnern und Betroffenen konnten in vielen Fällen Verbesserungen beim Trassenverlauf erreicht werden.