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Bürger fragen - Wir antworten

Infrastrukturkopplung

Im Zuge des Russlandkonflikts kam es zu Ausfällen des KA-SAT Satellitennetzwerks, welches die Monitoringsysteme von Windkraftanlagen zum Ausfall brachte und eine Meldung an das BSI nach KritisV notwendig machte. Weshalb gibt es obwohl es sich um kritische Infrastruktur handelt keine redundante Anbindung der Anlagen über ein weiteres Übertragungsmedium? Könnte der Ausbau eines weiteren Übertragungsmedium als Synergieeffekt für den Breitbandausbau in ländlichen Regionen verwendet werden und damit für größere Akzeptanz des Stromnetzausbaus sorgen?

Frage von Tobias Feller 1. Mai 2022
Bürgerdialog Stromnetz Signet

Antwort von der Redaktion

Guten Tag,

vielen Dank für die spannende Anfrage.

Zunächst einmal der Hinweis, dass der Grund für die Störung des Satellitennetzwerks KA-SAT nach aktuellem Kenntnisstand noch nicht eindeutig geklärt ist. 

Windkraftanlagen können zum Service über Internetzugänge gesteuert werden, bspw. um diese nach einem Fehler neu zu starten. Für die Internetanbindung wird normalerweise bereits eine Breitbandanbindung verwendet. Da Windkraftanlagen aber eher in abgelegenen Regionen aufgestellt werden, ist die Breitbandanbindung leider nicht immer möglich, sodass die Internetanbindung dann über Satelliten sichergestellt wird. 

Zudem haben die Stromnetzbetreiber Zugriff auf die Anlagen, um u.a. die Einspeiseleistung zu regulieren. Wie genau dieser umgesetzt wird, hängt von den Gegebenheiten des Netzanschlusses ab und wird normalerweise redundant ausgeführt. Das bedeutet, dass bei der Störung eines Kommunikationsmittels auf ein anderes zurückgegriffen werden kann. 

Durch die aktuelle Störung ist lediglich der Kommunikationskanal des Service zu den Anlagen beeinträchtigt. Ein Neustart im Fehlerfall ist so nicht aus der Ferne möglich. Die Stromnetzbetreiber haben aber weiterhin Zugriff auf die Anlagen, um deren Verhalten im Stromnetz zu steuern. Die betroffenen Anlagen können weiterhin Strom produzieren und steuern sich im Normalfall selber.

Sollten alle Anlagen mittels Breitbandkabel angeschlossen werden, könnte ggf. an einigen Stellen dadurch auch der flächendeckende Breitbandausbau für die Allgemeinheit beschleunigt werden. Allerdings würde das auch bedeuten, dass zum Teil Infrastruktur geschaffen wird, nur um einzelne Anlagen anzubinden. Dies wäre wiederum sehr unwirtschaftlich. Aus diesen Gründen findet aktuell, im Unterschied zur Anbindung an die Stromnetzbetreiber, keine redundante Anbindung der Anlagen zum Service statt. 

Wir hoffen, dass wir Ihnen weiterhelfen konnten und würden uns freuen, wenn Sie uns hier Feedback zur Bearbeitung der Anfrage geben. 

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