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Bürger fragen - Wir antworten

Wieviel Strom werden wir brauchen um ohne ÖL und Gas auszukommen?

Ich habe mit interesse Ihre Artikel verfolgt
leider befassen sich fast alle nur mit Einzelfragen wie zum Beispiel Elektroautos
Wir produzieren laut meinen Informationen derzeit mit ca. 29456 Windkraftanlagen, 9500 Biogasanlagen und ca. 2 Mio Photovoltaik-Anlagen ca. 24 % des aktuellen Strombedarfs
mit 40 Mio Verbrenner Autos, 43 Mio Haushalten mit vorwiegend Gas und Ölheizungen und
einer Industrie die in großen Teilen mit fossilen Energieträgern.(Zahlen von 2019)
Derzeit brauchen wir ca. 545 Terrawatt Stunden.
Wieviel Strom werden wir nach Ihren Berechnungen brauchen um ohne ÖL und Gas auszukommen.
Wieviele Windräder und Solaranlagen und Leitungen werden wir brauchen.
Mit welchen Kosten rechnen Sie
Mit welchen Kosten rechnen Sie pro Haushalt für Solaranlage, Heizungsanlage, energetische Sanierung (diese muss ja privat finanziert werden)

Da man zu diesen Fragen derzeit kein Zahlenmaterial öffentlich finden kann wäre ich Ihnen für eine Antwort dankbar

mfg
P. Stern

Frage von Peter Stern 29. September 2021
Bürgerdialog Stromnetz Signet

Antwort von der Redaktion

Sehr geehrter Herr Stern,

vielen Dank für Ihre interessante Anfrage. Um Ihre Anfrage beantworten zu können, haben wir in erster Linie den 2. Entwurf des Netzentwicklungsplans 2035 aus dem Jahre 2021 hinzugezogen, der gerade öffentlich zur Konsultation steht.
Der nationale Netzentwicklungsplan Strom (NEP) wird durch die vier Übertragungsnetzbetreiber Deutschlands, Amprion GmbH, Tennet TSO GmbH, TransnetBW GmbH und 50Hertz Transmissions GmbH im zweijährlichen Rhythmus der Bundesnetzagentur (BNetzA) vorgelegt. Jede(r) Bürger/-in kann, wie aktuell noch bis zum 20.10.2021, während seiner Erstellung zweimal dazu Stellung beziehen. Jeder NEP muss von der BNetzA bestätigt werden, bevor er als Grundlage für die regelmäßige Novellierung des Bundesbedarfsplangesetzes herangezogen wird. Der NEP 2035 (2021) stellt die Maßnahmen zur Optimierung, zur Verstärkung und zum Ausbau im deutschen Strom-Übertragungsnetz sowie der Offshore-Anbindungsleitungen in der ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ) und im Küstenmeer einschließlich der Netzverknüpfungspunkte an Land vor dem Hintergrund der gesetzlichen Vorgaben des Energiewirtschaftsgesetzes (§ 12a–d EnWG) dar.

Der NEP umfasst verschiedene Szenarien, welche diverse Ausprägungen (darunter Sektorenkopplung, Power-to-Gas, Power-to-X) unterschiedlich stark berücksichtigen.
Innerhalb der Zukunftsszenarien B 2035, C 2035 und B 2040 ist vom Ende der Kohle- und Kernenergie (bis 2022) auszugehen. Gas und Öl werden laut Übertragungsnetzbetreibern jedoch weiterhin von Bedeutung (wenn auch in untergeordneter Rolle als bisher). Die Energieträger Erdgas und Öl werden weiterhin mit 42,4 – 46,7 GW sowie 1,1 – 1,3 GW berücksichtigt. Ein vollkommener Ausschluss dieser Energieträger ist, zumindest innerhalb der Szenarien des NEP 2035, nicht zu erwarten und daher auch schwer zu berechnen.
Die Übertragungsnetzbetreiber gehen davon aus, dass der Stromverbrauch Deutschlands innerhalb der Szenarien unter Berücksichtigung von durchschnittlich 6,16 Millionen Haushaltswärmepumpen, 13,8 Millionen Elektrofahrzeugen von 621,5 bis 651,5 TWh reichen wird.

Zu besseren Nachvollzug der Datengrundlage, leiten wir Ihnen einen Link zum Netzentwicklungsplan Strom 2035 weiter.

Wir hoffen, Ihnen damit weitergeholfen zu haben. Sollten Sie darüber hinaus weitere Fragen zur Energiewende und dem Stromnetzausbau haben, kommen Sie gerne wieder auf mich zu.

Mit freundlichen Grüßen
Ihr Bürgerdialog Stromnetz-Team

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