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Bürger fragen - Wir antworten

Windstromüberschuss

Hallo Bürgerdialog Stromnetz,

als Grund für die Notwendigkeit des Netzausbau wird oft angegeben, dass zukünftig mehr Windstrom aus dem Norden Deutschlands in den Süden und Westen des Landes transportiert werden muss. Aber gibt es in Norddeutschland überhaupt mehr Windstrom als vor Ort benötigt wird, sodass dieser in andere Regionen transportiert werden kann?

Mit freundlichen Grüßen

N. F.

Frage von Herr F. 25. März 2021
Bürgerdialog Stromnetz Signet

Antwort von der Redaktion

Guten Tag Herr F.,

Ja, in Norddeutschland gibt es tatsächlich Windstromüberschuss. Denn im Norden und auf See wird vorrangig Windstrom erzeugt. Dort sind Windenergieanlagen besonders ertragreich und wirtschaftlich.

In Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern gibt es insgesamt 21,5 GW installierte Leistung bei Windkraftanlagen Die Bundesländer im Norden benötigen den dort produzierten Windstrom jedoch nicht vollständig für die Versorgung vor Ort. Dadurch entsteht zeitweise ein starker Windstromüberschuss, weshalb Windkraftanlagen abgeregelt werden müssen. Denn die vorhandenen Stromleitungen weisen nicht genügend Kapazität auf, um den überschüssigen Strom in andere Regionen Deutschlands zu transportieren. Allein 2019 betrug die Abregelungsmenge knapp 6.480 Gigawattstunden und damit 19 Prozent mehr als im Vorjahr – Tendenz steigend.

Benötigt wird der Windstrom jedoch in den großen Verbrauchszentren im Westen und Süden des Landes, da dort deutlich weniger Windstrom erzeugt werden kann. So gibt es in Bayern beispielsweise nur 2,5 GW und in Baden-Württemberg sogar nur 1,6 GW installierte Leistung bei Windkraftanlagen. Daher ist der Ausbau der Nord-Süd-Verbindungen von großer Bedeutung.

(Quelle: Deutsche Windguard)

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Team vom Bürgerdialog Stromnetz

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