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Bürger fragen - Wir antworten

Wird WKA informiert bei Abregelung?

Was passiert genau bei einer Abregelung? Wird die WKA „informiert“ oder einfach abgeklemmt? Wie reagiert die WKA und wo landet der überschüssige Strom?

Gibt es Zahlen zu den Abregelungen bezüglich Dauer, verlorene Arbeit?

Frage von H. B. 9. September 2022
Bürgerdialog Stromnetz Signet

Antwort von der Redaktion

Sehr geehrter Herr B.,

vielen Dank für Ihre Frage. Gerne helfen wir Ihnen weiter. 

Der Ausbau der Windenergie ist unerlässlich für das Gelingen der Energiewende. Windenergieanlagen (WEA) können allerdings nicht gleichmäßig über das Jahr verteilt Energie bereitstellen. Zu bestimmten Zeitpunkten lässt sich beobachten, dass sich die Rotoren der Anlagen nicht drehen, obwohl der Wind gefühlt stark weht. Diese Stillstandszeiten können aus einer Vielzahl von Gründen zustande kommen. Mögliche Gründe sind: Artenschutz, Windgeschwindigkeiten, Flugsicherheit, Arbeiten an der Anlage, Schattenwurf, Netzengpassmanagement, Eiswurf. Zu diesen Zeiten produzieren die Anlagen keinen Strom mehr. 

Führt die Erzeugungs- und Verbrauchssituation in einer Region zu einer Überlastung des Netzes, wird im Rahmen des Netzengpassmanagements die Leistung von Energieerzeugern heruntergefahren. Die Abregelung geschieht in aller Regel im Rahmen des Einspeisemanagements durch den Netzbetreiber, da dieser den Überblick über die Situation in den Stromnetzen hat.

Wenn die Notwendigkeit einer Abregelung erkannt wird, wird diese ferngesteuert durchgeführt – meist mit Methoden der Rundsteuertechnik. Gemäß dem deutschen EEG müssen die Betreiber der betroffenen Anlagen für die Ausfallarbeit entschädigt werden; diese Entschädigungen werden über die Netznutzungsentgelte finanziert. Idealerweise erfolgt die Reduktion der Leistung in kleinen Stufen. Jedoch wird bei kleineren Anlagen aus Kostengründen auch eine einfachere Steuerung verwendet, die die Anlage z. B. mit einem Schütz nur ganz abschalten kann. 

Für weitere Informationen ist folgender Link zum Leitfaden für Einspeisemanagement der Bundesnetzagentur sehr hilfreich:

https://www.bundesnetzagentur.de/SharedDocs/Downloads/DE/Sachgebiete/Energie/Unternehmen_Institutionen/ErneuerbareEnergien/Einspeisemanagement/Leitfaden3_0_E/Leitfaden3.0final.pdf?__blob=publicationFile&v=3

Unter folgendem Link (aus dem Leitfaden von 2011) können auf S. 5 mitunter die Kriterien der Abschaltrangfolge entnommen werden:

https://www.bundesnetzagentur.de/SharedDocs/Downloads/DE/Sachgebiete/Energie/Unternehmen_Institutionen/ErneuerbareEnergien/Einspeisemanagement/Leitfaden_1_0/LeitfadenEEG_Version10_pdf.pdf?__blob=publicationFile&v=2

Die Ausfallarbeit, die durch die Abregelung der Erneuerbaren Energien zur Behebung von Netzengpässen entstanden ist,  betrug bspw. im Jahr 2020 6,1 Terawattstunden. Folgender Link, der Sie zu Statista führt, gibt darüber Auskunft:

https://de.statista.com/statistik/daten/studie/617949/umfrage/einspeisemanagement-in-deutschland/

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Team vom Bürgerdialog Stromnetz

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