Bündelungsgebot

Das Bündelungsgebot ist im Bundesnaturschutz- und im Raumordnungsgesetz verankert und besagt, dass neue Stromleitungen möglichst entlang von bestehenden Linien-Infrastrukturen wie Bahntrassen, Kanälen, Autobahnen oder aber neben bereits bestehenden Stromtrassen gebaut werden sollen. Indem die Stromnetzinfrastruktur mit der bestehenden Infrastruktur „gebündelt“ wird, sollen Freiräume erhalten und neue Zerschneidungen der Landschaft vermieden werden. Das Bündelungsgebot ist angesichts der Vielzahl an verschiedenen Infrastrukturmaßnahmen nicht immer die beste Option: So werden bereits stark belastete Regionen und ihre Anwohner noch stärker belastet, obwohl eine neue Leitung mit deutlich weniger Raumwiderständen woanders verlegt werden könnte. Alte Leitungen könnten in diesem Zuge womöglich zurückgebaut werden. Ein ausführlicher Vergleich verschiedener Varianten ist deshalb immer Teil des Verfahrens.