Warum sind die großen geplanten Stromtrassen als HGÜ-Leitungen geplant?

Momentan wird auf der Höchstspannungsebene in Deutschland Energie vor allem mit Höchstspannungs-Drehstrom-Übertragungsleitungen (HDÜ) übertragen.

Auf weiten Strecken, wie z.B. bei den geplanten, großen Nord-Süd-Trassen, wären die Verluste einer HDÜ-Übertragung jedoch zu hoch. Deshalb werden die neuen, großen Stromtrassen mit der Höchstspannungs-Gleichstrom-Übertragungstechnologie (HGÜ) geplant, die schon seit langem bei der Stromübertragung, z. B. per Seekabel, zum Einsatz kommt.

Welche Spannungsebene dabei zum Einsatz kommt, ist noch nicht endgültig geklärt. Üblich sind bisher Spannungen bis zu 320 Kilovolt. Neuerdings werden auch Kabelsysteme bis 525 Kilovolt (kV) angeboten. Sie haben die doppelte Übertragungskapazität und deshalb könnten die Trassen mit weniger Kabeln ausgekommen.