Was bedeutet der Netzausbau für die Natur?

Infrastrukturmaßnahmen haben fast immer Auswirkungen auf Natur und Umwelt. Die Intensität dieser Auswirkungen hängt insbesondere von der technischen Ausführung (Freileitung oder Erdkabel) und der Dimensionierung der neuzubauenden Leitungen ab. Neben den objektiv bestimmbaren Auswirkungen (elektromagnetische Felder, Bodenschutz, Vogelschlag, etc.) gibt es auch eher subjektive Auswirkungen wie zum Beispiel die Auswirkungen des Netzausbaus auf das Landschaftsbild.

Ziel muss es sein, den Netzausbau nach den geltenden Gesetzen des Verbraucherschutzes sowie des Natur-, Umwelt- und Artenschutzes unter der bestmöglichen Berücksichtigung zu realisieren. Dafür ist die möglichst frühzeitige Beteiligung von betroffenen Bürgerinnen und Bürgern hilfreich und zielführend, denn sie kennen die besondere Situation vor Ort am besten.

Gelingt es bei der Planung neuer Stromleitungen nicht, negative Wirkungen auf Natur und Umwelt zu vermeiden, müssen Ausgleichs- oder Ersatzmaßnahmen umgesetzt werden. Nach der Inbetriebnahme müssen bei der Instandhaltung von Leitung und Trasse naturschutzfachliche Vorgaben berücksichtigt werden. Darüber hinaus kann ein Trassenmanagement nach ökologischen Gesichtspunkten nicht nur dabei helfen, die Auswirkungen von Stromleitungstrassen zu reduzieren, sondern sogar einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der biologischen Vielfalt leisten.