Energiewende
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Bei welchen Nutzpflanzen kann es zu positiven Auswirkungen durch Erdkabel kommen (z.B. Wärme für Spargel-Anbau)?

Diese Frage wurde unserem Team vom Bürgermobil auf einem Infomarkt zum BBPlG-Vorhaben Conneforde-Merzen gestellt und im Nachgang von der Moderation zur Beantwortung ins Online-Bürgerbüro eingestellt.

Frage von G., 23. Oktober 2015

Da es sich bei der Erdverkabelung von 380kV-Wechselstromleitungen um eine neue Technologie im deutschen Stromnetz handelt, sind die Erfahrungswerte hierzulande begrenzt. Ob und welche positiven Auswirkungen bei welchen Feldfrüchten zu erwarten ist, ist bisher noch nicht umfassend untersucht worden.

Ein Gutachten, das von Prof. Dr. Peter Trüby an der Universität Freiburg, im Auftrag von dem Übertragungsnetzbetreiber Amprion angefertigt wurde, fasst mehrere Untersuchungen an Testanlagen bei 110kV-Leitungen zusammen. Diese sind nur bedingt auf 380kV-Erdkabel übertragbar.

Hierbei wurden in einem Laborversuch das Verhalten von Kartoffeln, Mais und Winterweizen untersucht. Dabei kam es zu einem geringfügigen Anstieg der Erträge auf den Flächen oberhalb der Erdkabeltrasse. Der Austrieb der Pflanzen erfolgte aufgrund der Wärme des Erdkabels früher und führte zu einer Verschiebung der Erntezeiten zwischen 10 und 14 Tagen. Wenn die Reife des restlichen Feldes später erfolgen muss, kann dies zu ungünstigen Betriebsabläufen führen. Für die drei untersuchten Feldfrüchte wurden keine maßgeblich negativen Auswirkungen bei den Ernteerträgen festgestellt. Eine verstärkte Verunkrautung im Frühjahr und die Notwendigkeit von zusätzlichem Herbizid-Einsatz ist jedoch nicht ausgeschlossen. Das Gutachten finden Sie hier.

Antwort von Redaktion, 23. Oktober 2015

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