Energiewende
2Kommentare
Dafür stimmen

Erdverkabelung

Weshalb wird die Erdverkabelung schlecht dargestellt, laut den Berichten von z.B. kann ich nur folgendes richtig stellen, und möchte dafür gern Ihre Antwort.
380 KV ist out, 525 KV ist die neue Leitungsdarstellung, die Kabel sind dünner, daher ist auch ein längerer Abschnitt als 1000 Meter erreichbar. Gleichfalls hat Tennet bereits Erfahrungen mit dem Anbieter und arbeitet dort in der Erdverkabelung auf lange Strecken zusammen (Siehe Niederlande) und das nicht als Pilotprojekt.
Was spricht also dagegen, wenn der gleiche Betreiber Tennet bereits Erverkabelung vornimmt, diese auch in Deutschland positiver als Freileitungen darzustellen.
Weshalb werden noch immer Nachteile genannt, die es nach dem Stand der Technik nicht gibt. Siehe Muffen. Diese Muffen werden bereits seit Jahren im Meer genutzt, funktionieren und stellen kein PRoblem dar, in der Erdverkabelung sind diese Muffen ein Problem ?!? Ein Muffenhäuschen mus auf dem Land her, alle 1000 Meter, im Meer wird kein Muffenhäuschen benötigt (Es wird das gleiche Kabel verwendet)
Für wen ist der Bürgerdialog, wenn den Mitbürgen unzutreffende Informationen geliefert wird ?
Vielen Dank

Frage von G., 17. Juni 2015

Hier muss nach Stromart unterschieden werden. 380 Kilovolt ist nach wie vor "Stand der Technik" bei Dreh- oder Wechselstromübertragung, bei Gleichstrom-Übertragung hat die Firma ABB 2014 ein Kabel vorgestellt, was eine Spannung von 525 Kilovolt führen kann. Für Wechselstrom ist es nicht geeignet. Das Kabel ist leichter und kann bis zu 2600 MW/2 Kabel transportieren. Über Erfahrungen von TenneT mit 525 Kilovolt-Kabeln von ABB ist uns nichts bekannt. Im Meer werden Muffen ausdrücklich NICHT standardmäßig eingesetzt, nur bei Reparaturen. Die dort verwendeten Kabel werden "an der Kaikante" auf ein Schiff getrommelt und können mehrere Hundert Kilometer lang sein. Die bisher verlegten Kabel haben jedoch oft eine geringere Spannungsebene (bis 150 Kilovolt). Muffen funktionieren, sind jedoch eine zusätzliche Risikoquelle wegen der Montage vor Ort.

Antwort von Redaktion, 19. Juni 2015

Kommentare

  • Gleichstromexperte, 22. Juni 2015

    Bisher wurden in Deutschland bei HGÜ-Projekten meistens Gleichstromkabel mit einer Spannung von 300 kV und mehr verlegt (lediglich nicht bei 2 Projekten: BorWin1, HelWin1).
    Muffen sind bei Gleichstromkabeln keine "zusätzliche Risikoquelle", sondern werden in einem standardisierten Verfahren unter kontrollierten Umgebungsbedingungen hergestellt und auch im Meer können diese standardmäßig eingplant werden.
    Aber schön zu hören, dass im Drehstrombereich 380 kV Kabel "Stand der Technik" sind.

    Ihre E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht. Sie wird nur zur persönlichen Beantwortung von Fragen und bei eventuellen Rückfragen verwendet. Mehr dazu in unseren Informationen zum Datenschutz.

    • Redaktionsteam, 25. Juni 2015

      In der Tat scheint es von uns etwas verkürzt dargestellt worden zu sein: „… Hier muss nach Stromart unterschieden werden. 380 Kilovolt ist nach wie vor "Stand der Technik" bei Dreh- oder Wechselstromübertragung, bei Gleichstrom-Übertragung hat die Firma ABB 2014 ein Kabel vorgestellt, was eine Spannung von 525 Kilovolt führen kann. 380 kV bezieht sich auf Freileitungstechnologie, nicht auf die Kabeltechnologie.“ Wir bitten die missverständliche Formulierung zu entschuldigen.

Kommentar schreiben

Ihre E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht. Sie wird nur zur persönlichen Beantwortung von Fragen und bei eventuellen Rückfragen verwendet. Mehr dazu in unseren Informationen zum Datenschutz.