Energiewende
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Warum endet die 4 Trasse in NRW statt wie vom Netzbetreiber geplant in BW ?
Welche “ technischen “ Gruende sind hier fuer genannt.
Was bedeutet “ der Rest der Strecke wird ueber AC Leitungen realisiert “ ?
Zwei Konverterstationen , eine am Anfang - eine am Ende werden sowieso benötigt .
Warum wird die Leitung nicht so wie geplant gebaut ?

Frage von Heinz K., 09. August 2019
Die Bundesnetzagentur (BNetzA) hat am 6. August 2019 ihren vorläufigen Prüfbericht zum Netzentwicklungsplan 2030 (Version 2019/2. Entwurf) veröffentlicht und parallel auch die Öffentlichkeitsbeteiligung gestartet. In den vorläufigen Prüfergebnissen der BNetzA heißt es zur von Ihnen angesprochenen 4. HGÜ-Trasse auf Seite 62ff u.a. (Auszug):

"Die Berechnungen der Bundesnetzagentur haben ergeben, dass sich der Überlastungsindex durch den gesamten Korridor B von 25,9 TWh auf 11,2 TWh reduzieren lässt. Dieses Ergebnis zeigt die deutliche Entlastung die durch die Hinzunahme einer HGÜ im Wechselstromnetz entsteht und zeigt dadurch den dringenden Bedarf. Im Sinne einer robusten Netzplanung, die nach dem NOVA Prinzip nur so viel Netzausbau wie nötig hervorruft, hat die Bundesnetzagentur diese Variante in mehreren Szenarien (A 2030, B 2030, C 2030, C 2038) gegen mögliche Alternativen abgewogen. Die Bundesnetzagentur hat folgende Alternativen zum Korridor B untersucht: 
- Korridor B-Nord:  Einen reduzierten Korridor B ohne den südlichen Teil von Uentrop nach Altbach 
- Erweiterung SuedLink:  Eine Leistungserhöhung in Korridor C durch eine zusätzliche Maßnahme mit 2 GW zwischen Brunsbüttel und Großgartach 
- Korridor B-Nord (2GW):  Eine minimal Variante des Korridor B mit ausschließlich 2 GW von Wilhelmshaven nach Uentrop 

Bei der Auswahl möglicher Alternativen wurde versucht eine kleinere Variante des Korridor B zu finden, die einen großen Teil der möglichen Entlastungen schafft. Die Variante „Erweiterung SuedLink“ soll den neuen Korridor B komplett vermeiden, setzt allerdings zwingend eine neue Erdkabeltechnologie mit einer höheren Spannung von 525kV für die Gleichstromkabel voraus. Diese Technologie steht zwar wahrscheinlich bis zur Realisierung zur Verfügung, ist jedoch noch nicht gesichert. Weiterhin würde mit dieser Variante in die schon laufenden Bundesfachplanungsverfahren zu den SuedLink-Projekten DC3 und DC4 eingegriffen werden. Nachfolgend ist im Vergleich zum Überlastungsindex des BBP-Netzes das Reduktionspotential der einzelnen Varianten in den Szenarien C 2030 und C 2038* dargestellt."

Weitere Informationen dazu finden Sie in den vorläufigen BNetzA-Prüfungsergebnissen im Kapitel 3.1. Weiterer HGÜ-Ausbau. 

Alle interessierten Bürgerinnen und Bürger können sich bis zum 16. Oktober 2019 dazu äußern. Die Bundesnetzagentur stellt dafür auf ihrer Internetseite ein Online-Formular bereit. Alternativ können Stellung­nahmen auch per Post oder per Email an die Bundes­netz­agentur übermittelt werden. Begleitend zur Konsultation sucht die Bundesnetzagentur bei insgesamt fünf Informations­veranstaltungen den Dialog mit der Öffentlichkeit über die Not­wendig­keit des Stromnetzausbaus. Weitere Informationen zur Öffentlichkeitsbeteiligung finden Sie auf der Internetseite der Bundesnetzagentur. Dort können Sie sich u.a. die vorläufigen BNetzA-Prüfergebnisse (zum 2. Entwurf des von den vier deutschen Übertragungsnetzbetreibern eingereichten Netzentwicklungsplan 2030/Version 2019herunterladen.

Wenn Sie noch konkrete Fragen zur Öffentlichkeitsbeteiligung bei der Bundesnetzagentur haben, empfehlen wir Ihnen sich direkt mit dem Team der Bundesnetzagentur in Verbindung zu setzen. Anbei der Link zu den Kontaktdaten: https://www.netzausbau.de/service/kontakt/de.html
Antwort von Redaktion, 12. August 2019

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