Energiewende
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Warum waren Stromausfälle noch nie so gering wie heute und trotzdem wird das
Gegenteil behauptet? Die Netzbetreiber begründen die Notwendigkeit der Leitungen
durch Netzeingriffe und drohende Stromausfälle. Die Dauer der Unterbrechungen sind
durch die erneuerbaren Energien kürzer geworden.

Frage von Elke M., 28. Februar 2018

Die Frage, welchen Stellenwert die „Versorgungssicherheit“ haben sollte, ist ein politischer Konsens, für den die Interessen unterschiedlicher Akteure abzuwiegen sind. Richtig ist, dass das deutsche Stromnetz weltweit eines der sichersten Stromnetze mit den geringsten Stromausfällen ist. Das liegt nicht zuletzt daran, dass das deutsche Stromnetz insgesamt sehr gut vermascht ist und so stets Leitungen in der Nähe zur Verfügung stehen, für den Fall, dass mal eine Leitung ausfällt (das sogenannte n-1 Prinzip). Doch gibt es immer öfter auch Situationen, in denen selbst das gut vermaschte Netz bereits an seine Grenzen kommt. An windreichen Tagen fehlen schon heute oft die Übertragungskapazitäten, so dass Windenergie-Anlagen abgeregelt werden müssen und der Strom – jenseits des Netzengpasses – in teureren Ersatzkraftwerken produziert werden muss. Diese Netzstabilisierungsmaßnahmen verursachen unnötige ökonomische wie auch ökologische Kosten, die auf lange Sicht teurer sind als der Stromnetzausbau.

Antwort von Redaktion, 08. März 2018

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