Planung und Genehmigung
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Was hat ein so schwerwiegender Eingriff in die Natur,welcher Flora Fauna riesige Waldstücke ZERSTÖRT, mit umweltfreundlicher Energie zu tun??!! BITTE KEINE STROMTRASSE!!!

So ein drastischer und traumatisierender Eingriff in die Natur hat katastrophale Folgen von Dürre Überschwemmungen Erosionen Orkanen Tornados Sauerstoffmangel , CO2 kann nicht mehr abgebaut werden uvm! Sämtliche Lebewesen in den Wäldern in und auf den Feldern sind akut gefährdet!! - wie u.a.
Insekten Vögel Säugetiere Mikroorganismen.....ich bin gegen den Bau der Strom Trasse — wir brauchen diese nicht weil wir durch sehr viele Windräder sehr viele Photovoltaikanlagen Wasserkraftwerke mehr als genug Strom erzeugen.... zuviel.... also gegen tennet gegen Strom trassen!!!

Frage von Edeltraud B., 08. Juli 2019
Wir können Ihrer Frage leider nicht entnehmen, um welche Stromtrasse es genau geht. Sollte es sich um eine der drei geplanten HGÜ-Leitungen – Ultranet, SuedLink oder SuedOstLink – gehen, möchten wir Ihnen  wiefolgt antworten:

Jede Stromtrasse ist mit Eingriffen in die Natur verbunden, egal ob als Freileitung oder als Erdkabelleitung. Wie "umweltfreundlich" eine Leitung ist, hängt u.a. letztlich auch davon ab, welcher Strom über diese Leitungen transportiert wird. Aktuell sind bereits rund 40 Prozent des Stroms, der über Deutschlands Stromleitungen fließt, aus Erneuerbaren Energiequellen. Der Anteil dieses sauberen Stroms soll nach Plänen der Bundesregierung bis 2050 bei 65 Prozent liegen. Die Energiewende in Deutschland bedeutet nicht nur einen schrittweisen Umbau der Stromerzeugung bzw. des gesamten Kraftwerksparks, mit der Transformation bei der Energieerzeugung ist auch ein Ausbau und eine Modernisierung der Stromnetze in Deutschland erforderlich. Zum einen kommen bereits heute wichtige Stromleitungen in Deutschland an ihre Kapazitätsgrenzen, zudem muss sichergestellt werden, dass der Strom von Wind- und Solaranlagen deutschlandweit verteilt werden kann. 

Die Verteilung des Stroms von den meist dezentral gelegenen Wind- und Solaranlagen ist dabei deutlich komplexer, als beispielsweise über die herkömmliche verbrauchernahe Erzeugungsstruktur mit großen Kohle- und Kernkraftwerken. Um also in Zukunft die Stromverteilung und die Versorgungssicherheit gewährleisten zu können, braucht es neue Stromtrassen, die vor allem den in Nord- und Ostdeutschland produzierten Windstrom zu den Verbrauchsschwerpunkten im Süden und Westen transportieren und den Austausch mit dem Ausland sicherstellen können. Die neuen HGÜ-Leitungen wie Ultranet, SuedLink und SuedOstLink sollen genau dies gewährleisten. Über diese Gleichstromleitungen können sehr große Strommengen mit sehr geringen Leitungsverlusten von Nord nach Süd transportiert werden. Bei Ultranet soll dies per Freileitungen, beim SuedLink und SuedOstlink vorrangig per Erdkabel erfolgen. 

Beim Bau der Trassen soll möglichst die naturverträglichste Variante gewählt werden. Bei der Netzausbau-Planung spielen gesetzliche Regelungen für den Naturschutz eine wesentliche Rolle, zum Beispiel das Bundesnaturschutzgesetz. Es ist die rechtliche Basis zum Schutz von Natur und Landschaft und regelt, welche Maßnahmen angewendet werden müssen, wenn Eingriffe stattfinden. Zudem ist darin festgelegt, welche Tier- und Pflanzenarten unter gesetzlichem Schutz stehen. Es regelt auch den Schutzstatus bestimmter Gebiete, also was dort erlaubt ist und was nicht. Bei der Netzausbauplanung werden diese Gebiete und Arten besonders berücksichtigt. 

Grundsätzlich muss immer von mehreren möglichen Varianten diejenige mit der geringsten Eingriffstiefe gewählt werden. Gelingt es bei der Planung neuer Stromleitungen nicht, negative Wirkungen auf Natur und Umwelt vollständig zu vermeiden, müssen Ausgleichs- oder Ersatzmaßnahmen umgesetzt werden. Das können Kompensationsmaßnahmen wie etwa der Bau neuer Nisthilfen oder Ersatzzahlungen sein. Sie werden von den Naturschutzbehörden zweckgebunden für den Naturschutz eingesetzt. Müssen für eine Leitung zum Beispiel Gehölze weichen, kann dieser Eingriff kompensiert werden, indem an anderer Stelle Gehölze gepflanzt werden. Beeinträchtigt der Netzausbau Lebensräume bestimmter Vogelarten, dann müssen an anderer Stelle – möglichst in der Nähe – Lebensräume für diese Vögel aufgewertet oder geschaffen werden. 

Nach der Inbetriebnahme hält der Übertragungsnetzbetreiber die Leitung und die Trasse instand. Dabei muss er eventuelle naturschutzfachliche Vorgaben berücksichtigen. Darüber hinaus beteiligen sich Übertragungsnetzbetreiber oft freiwillig an zusätzlichen Naturschutzprojekten in der Umgebung von Leitungstrassen.Ein Trassenmanagement nach ökologischen Gesichtspunkten kann dabei nicht nur helfen, die Auswirkungen von Stromleitungstrassen zu reduzieren. Wenn Trassen als abwechslungsreiches Band von Lebensräumen für unter-schiedliche Pflanzen- und Tierarten konzipiert und gepflegt werden, können sie sogar einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der biologischen Vielfalt leisten. Führen Trassen zum Beispiel durch Wälder, können alternativ zu einem großflächigen Kahlschlag auch regelmäßig nur einzelne, zu groß gewachsene Bäume und Strauchgruppen herausgenommen werden. Dadurch werden plötzliche Veränderungen und ungeschützte Freiflächen vermieden, die für einige scheue Tierarten wie zum Beispiel Wildkatzen Wanderungsbarrieren darstellen. Totholz -Habitate und Blühstreifen bieten Lebensraum für viele Insekten und bedrohte Tierarten. Das Nebeneinander unterschiedlicher Nahrungs-, Brut- und Versteckmöglichkeiten sowie von schattigen und lichten Lebensräumen begünstigt die Artenvielfalt. 

Eine Schwarz-Weiß-Betrachtung bei der Planung von Stromtrassen ist nicht sachgerecht. Die Planer müssen immer den Eingriff minimeren und – falls das nicht geht -  an anderer Stelle kompensieren. So ist sichergestellt, dass es vielleicht lokale Veränderungen gibt, die aber sicher irgendwo bestmöglich ausgeglichen werden.
Antwort von Redaktion, 12. Juli 2019

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