Technik
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Welche Spannungsabfälle bei welcher maximal Temperatur werden pro Kilometer Hochspannungstrasse bei Volllast zugelassen ?
Bitte Angaben zur Dimensionierung.

Frage von jürgen H., 07. April 2018
Die Deutsche Energieagentur (dena) schreibt in ihrer „Technologieübersicht. Das deutsche Höchstspannungsnetz: Technologien und Rahmenbedingungen“ aus dem Jahr 2014 zum Thema Überlastbarkeit (Seite 42f): 
 
"Eine kurzzeitige thermische Überlastung der Hochtemperaturleiter bei Lastspitzen oder Netzfehlern ist möglich. Der vom Hersteller angegebene Wert für den ACCC-Leiter liegt bei einer Überschreitung der maximale Dauerbetriebstemperatur von 180 °C um 20 °C bei maximal 10.000 Betriebsstunden kumulativ. Der ACCR-Leiter darf bei 240 °C (30 °C oberhalb der maximalen Dauerbetriebstemperatur) im Not- fallbetrieb für maximal 1.000 Stunden betrieben werden. Grundsätzlich kann die Übertragungskapazität eines Hochtemperaturleiters durch den Einsatz von Freileitungsmonitoring auf die gleiche Weise wie beim konventionellen Aluminium-Stahl-Leiter der HDÜ- Technologie gesteigert werden. Es ist hierbei die jeweilige thermische Grenze der Leitertechnologie zu beachten. Ein Überschreiten der Betriebstemperatur beim ACCR-Leiter von 210 °C oder beim ACCC-Leiter von 180 °C führt zu einer irreversiblen Entfestigung der Materialien, was eine dauerhafte Zunahme des Leiterseildurchhangs zur Folge hat. Zusätzlich muss geprüft werden, ob die restlichen stromführenden Komponenten im Netz für eine weitere Erhöhung des Stroms ausgelegt sind. Des Weiteren darf die Stabilität des gesamten Systems (Spannungswinkel, n-1-Kriterium, Spannungsabfall) durch die gestiegene Über- tragungsleistung nicht gefährdet werden." 
Quelle: https://www.bmwi.de/Redaktion/DE/Publikationen/Energie/technologieuebersicht.pdf?__blob=publicationFile&v=9
 
Wie die Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB) dies im Einzelnen für ihre jeweiligen Leitungen handhaben, auch mit Blick auf die HGÜ-Technik, konnten wir leider nicht im Detail für Sie in Erfahrung bringen. Wir empfehlen Ihnen daher, sich mit Ihrer Frage direkt an einen der vier deutschen Übertragungsnetzbetreiber zu wenden. Hier die Kontaktdaten zu den ÜNBs:
  • TransnetBW, Regina König/Pressesprecherin TransnetBW, Telefon: 0711 21858 - 3155
  • TenneT, Ulrike Hörchens/Pressesprecherin TenneT, Telefon: 0921 50740 - 4045
  • 50Hertz, Volker Kamm/Pressesprecher 50Hertz, Telefon: 030 5150 - 3417
  • Amprion, Dr. Andreas Preuß/Pressesprecher Amprion, Telefon: 0231 5849 - 13785
Antwort von Redaktion, 17. April 2018

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