Energiewende
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Weshalb soll die Strecke Conneforde Merzen über Cloppenburg als Wechselstromnetz ausgebaut werden?

Lt. meinen Informationen ist der Netzausbau der zunehmenden Windenergie und den Verbrauchern im Süden geschuldet. Dies war die Aussage von Tennet auf einer Veranstaltung in Cappeln.
Nun wäre es doch logisch, diese Leitungen als 380kV GÜ Leiter, statt über Wechselstrom auszubauen, wenn die Energie im Süden der Republik ankommen soll.

Frage von G., 03. November 2015

Cloppenburg wird einzig über die 220 kV-Wechselstromverbindung nach Conneforde versorgt. Zusätzlich müssen jetzt 1200 Megawatt Windstrom, die in Cloppenburg in Planung sind, weitergeleitet werden. Deswegen wird die neue Leitung nach Süden verlängert und auf 380 kV hochgerüstet. Da Gleichstromübertragungen auf kurzen Strecken höhere Verluste haben, kann die 220 kV-Wechselstromverbindung nicht sinnvoll durch eine Gleichstromverbindung ersetzt werden.

Eine neue Gleichstromverbindung (HGÜ) von Conneforde nach Merzen löst nicht das Problem der Ableitung des Windstroms am Knoten Cloppenburg, weil auf Gleichstromverbindungen unterwegs technisch keine Einspeisung möglich ist. Mit einer Gesamtlänge von dann etwa 115 km ist sie für eine Gleichstromleitung immer noch ungeeignet. Zwar gab es Planungen für eine Gleichstromverbindung vom Raum Cloppenburg bis nach Philippsburg (sogenannter Korridor B). Diese Planungen sind jedoch von der Bundesnetzagentur nicht bestätigt worden, weil die Leistung auch auf Nachbarleitungen abgeführt werden kann und damit ein Neubau nicht sinnvoll ist.
Antwort von Redaktion, 10. November 2015

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