Energiewende
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Welche Aufgabe hat die Bundesnetzagentur beim Netzausbau?

Das wissen die Wenigsten, dass die BNA nur zuständig für den transeuropäischen Netzausbau ist, d.h. nur für die oberste Spannungsebene. Darum ist sie auch nur daran interessiert, das alte System der Verteilung und zwar der zentralen Verteilung beizubehalten, sie plant nur mit den transeuropäischen Netzbetreibern, aber nicht mit den Betreibern der unteren Verteilernetze.
Die Erneuerbaren werden aber zu über 90% auf der Nieder-bzw. Mittelspannungsebene eingespeist. So sagte letzthin der Chef der Lechwerke Litpher: "Das Verteilnetz macht 99 Prozent der Leitungen in unserem Gebiet aus, das Übertragungsnetz nur etwas mehr als ein Prozent. Bei einer dezentralen Energieerzeugung ist das Verteilnetz das Rückgrat der Energiewende." Für 1% Übertragungsnetz benötigt Deutschland doch keinen Übertragungsnetzausbau. Die Lechwerke sitzen in der Industriereichsten Ecke Bayerns. Sie fordern Ausbau der Nieder- u. Mittelspannungsebene u. Bezahlung. Darum kümmert sich die BNA aber nicht, sie muss es laut Zuständigkeit auch nicht. Da ist doch wirklich überall der Wurm drin. Warum arbeitet die BNA nicht mit dem VDE zusammen der eine Brücke bilden könnte. Wie vorausschauend dieser kompetente Verein ist, zeigt allein der Satz: "In den Jahren 2003 und 2004 entstand unter Verantwortung des VDE eine Studie zur Energieversorgung 2020 in Deutschland. Darin wurde deutlich, dass zukünftig von einem größeren Anteil an dezentralen Erzeugungsanlagen auszugehen ist. (dezentral=nahe am Verbraucher)

Frage von G., 25. Oktober 2015

Die BNetzA ist nur für die Planung des nationalen Netzausbaus auf Höchstspannungsebene zuständig, und auch nur dann, wenn er bundesländerübergreifend ist. Der transeuropäische Netzausbau liegt nicht in der Verantwortung der BNetzA. Längenmäßig ist das Übertragungsnetz deutlich kürzer als das Verteilungsnetz, dennoch muss es ausgebaut werden, weil die Kraftwerkstandorte sich verändern. Die Forderung der Lechwerke spricht nicht dagegen.

Antwort von Redaktion, 27. Oktober 2015

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