Antragskonferenz für Ultranet-Abschnitt E in Siegburg

21. April 2016

Zum Ultranet-Abschnitt E von Rommerskirchen nach Weißenthurm fand am Dienstag, den 19. April 2016 die Antragskonferenz in Siegburg statt. Etwa 80 Teilnehmer diskutierten den Verlauf der Gleichstromtrasse. Der zuständige Übertragungsnetzbetreiber Amprion stellte gemeinsam mit dem beauftragten Planungsbüro ERM GmbH einen Vorzugskorridor sowie Alternativen vor.

Bei der Trassenfindung habe man besonders auf Bündelungsoptionen sowie Natur- und Umweltschutzaspekte geachtet, betonte Heiko Gronau von Amprion. Der vorgestellte Vorzugskorridor zeichnet sich insbesondere dadurch aus, dass dort deutlich mehr bestehende Leitungen genutzt werden können. Zum Teil kann dort auf den Austausch von Strommasten, deren Höhe sich von 50 auf etwa 90 Meter fast verdoppeln würde, verzichtet werden. Das Planungsbüro hatte auch die Verlegung der Stromtrasse in Autobahnnähe geprüft, zog aber die Bündelung auf bestehende Stromtrassen vor, da ein Neubau wieder einen visuellen Eingriff in das Landschaftsbild bedeute.

Von einem Austausch der Strommasten ist insbesondere Hürth im Rhein-Erft-Kreis betroffen. Vertreter der Interessengemeinschaft Hürth waren auf der Antragskonferenz anwesend und diskutierten mit. Die Moderatorin der Veranstaltung, Manuela Balke von der Bundesnetzagentur, wies darauf hin, dass gerade die Detailfragen zum konkreten Trassenverlauf sowie zur technischen Umsetzung erst in der Planfeststellung besprochen werden. Im Rahmen der Antragskonferenz zur Bundesfachplanung gehe es vor allem darum, welche Unterlagen für das Projekt noch ausstehen und um die Findung des Trassenverlaufs.

Mit dem Einleiten der Bundesfachplanung für den Abschnitt E befindet sich nun das gesamte Vorhaben Ultranet in der Bundesfachplanung.

Weitere Informationen zu Ultranet finden Sie auf dem Portal der Bundesnetzagentur (BNetzA) sowie in unserer Postleitzahlensuche.