Einheitliche Übertragungsnetzentgelte beschlossen

04. Juli 2017

In seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause hat der Bundestag am Freitag, den 30. Juni, unter anderem einheitliche Entgelte für die Stromnetze beschlossen.

Das Netzentgelt-Modernisierungsgesetz (NEMoG) sieht vor, die Unterschiede zwischen den vier bundesdeutschen Regelzonen bis Anfang 2023 abzubauen und die Übertragungsnetzentgelte stufenweise anzugleichen. Bisher werden Kosten, die durch den Betrieb und den Ausbau des Stromübertragungsnetzes entstehen, nur auf die Strombezieher verteilt, die in der jeweiligen Regelzone ansässig sind. Dies führte zu bundesweit uneinheitlichen Übertragungsnetzentgelten.

Im Norden und Osten Deutschlands waren die Netzentgelte zuletzt fast doppelt so hoch wie in anderen Regionen Deutschlands, da hier hohe Kosten einer vergleichsweise geringeren Zahl an Strombeziehern gegenüberstehen. Durch die neue Regelung sollen die Kosten für den Stromnetzausbau in Zukunft gerechter verteilt werden.

Die Netzentgelte machen etwa ein Viertel des Strompreises aus. Die Übertragungsnetzentgelte bilden dabei nur einen Teil der Netzentgelte ab. Das Gesetz soll im Spätsommer 2017 in Kraft treten.

Hier finden Sie heraus, in welcher Regelzone Sie wohnen.

Hier können Sie den Entwurf zum Netzentgeltmodernisierungsgesetz nachlesen.