Studie: Auch eine dezentrale Energiewende braucht Stromnetzausbau

22. März 2018

Immer wieder fragen Bürgerinnen und Bürger, ob der geplante Stromnetzausbau durch dezentrale Ansätze, unterschiedliche Speichertechnologien und mehr Windkraft in Süddeutschland insgesamt nicht deutlich geringer ausfallen könnte.

Zu diesen und weiteren Fragen gibt die von der Renewables Grid Initiative (RGI) am 13. März 2018 vorgestellte Studie „Dezentralität, Regionalisierung und Stromnetze“ wichtige Antworten. Die vom Öko-Institut im Auftrag der RGI erstellte Meta-Studie hat zehn prominente Studien zu Dezentralitätskonzepten analysiert und verglichen. Das wichtigste Ergebnis ist: Selbst wenn alle Speicher- und Flexibilitätsoptionen zur Verfügung stehen würden, bleibe der bis 2030 geplante Netzausbau auch weiterhin notwendig.

„Die Studie bringt Gewissheit, dass derzeit geplante Übertragungsnetze für die Energiewende unabdingbar sind,” unterstrich die RGI-Geschäftsführerin Antonella Battaglini bei der Vorstellung der Studie. Sie betonte zudem, dass Dezentralität ein wichtiges Thema für ein klimafreundliches Stromsystem ist, jedoch in den Diskussionen um Dezentralität und Stromnetzausbau „wichtige Aspekte wie die begrenzten Flächenpotenziale und die Gesamtkosten zu oft außen vor gelassen werden.” Die neue RGI-Studie steht auf der Internetseite der RGI zum Download bereit:

Download: Kurzzusammenfassung der RGI-Studie „Dezentralität, Regionalisierung und Stromnetze“

Download: Vollständige RGI- Studie „Dezentralität, Regionalisierung und Stromnetze”