Wie wird der Streckenverlauf der Stromtrassen bestimmt?

Die konkreten Planungen für Stromtrassen und ihre notwendige Peripherie (Konverter, Umspannwerke, etc.) beginnen, nachdem das Bundesbedarfsplangesetz (BBPlG) vom Bundestag beschlossen wurde. Die konkrete Planung von Stromleitungen, die durch das BBPlG als energiewirtschaftlich notwendig eingestuft worden sind, erfolgt in zwei Schritten: in der Bundesfachplanung und anschließend in der Planfeststellung.

Beide Schritte verlaufen prinzipiell ähnlich: Auf einer durch den Vorhabenträger (jeweiliger Netzbetreiber) eingeleiteten Antragskonferenz der Bundesnetzagentur (BNetzA), bei der Betroffene, Umweltverbände und Behörden beteiligt werden, wird der Untersuchungsrahmen festgelegt. Sobald die festgelegten Untersuchungen abgeschlossen und die erforderlichen Unterlagen vollständig sind, wird im Rahmen der Bundesfachplanung über mögliche Trassenkorridore (500 bis 1.000 Meter breite Streifen) entschieden. Betroffene, Umweltverbände und Behörden können hier nicht nur Stellungnahmen, sondern auch alternative Verläufe des Trassenkorridors einbringen. Die BNetzA sammelt dabei Informationen zur Umwelt- und Raumverträglichkeit und entscheidet abschließend über den Trassenkorridor.

Auch das Planfeststellungsverfahren besteht aus einer durch den Vorhabenträger eingeleiteten Antragskonferenz, auf der ein Untersuchungsrahmen festgelegt wird. Nach dessen Abarbeitung entscheidet die Bundesnetzagentur wiederum unter Beteiligung der Öffentlichkeit und der betroffenen Behörden, wo und wie die Stromtrasse im Detail gebaut wird.