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Die Energiewende ist ein gesamtgesellschaftliches Gemeinschaftsprojekt. Transparenz und Dialog sind dabei von zentraler Bedeutung. Der Bürgerdialog Stromnetz versteht sich als Moderator im Dialog zwischen Bürgerinnen und Bürgern, Bürgerinitiativen, Verbänden, Wissenschaft, Bund, Ländern und Kommunen sowie den Netzbetreibern und der Bundesnetzagentur.

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Im Glossar erklären wir außerdem eine Auswahl von wichtigen Fachbegriffen zu den Themen Energiewende und Stromnetz.

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Fragen zum Thema: Alle Themen

Sonstiges

T. W., 25. Januar 2023

Ich sehe da ein Problem :

Warum ist eine Solaranlage mit Beispielsweise nur 1.000 Watt Maximaleinspeisung für das Stromnetz ein Problem,
wenn gleichzeitig der Wasserkocher (800-1500 Watt) oder gar ein Durchlauferhitzer mit 2.500 Watt Verbrauch kein Problem sind.

Die Auswirkungen aufs Netz sind doch gleich !!:

* Beim Solarstrom verringert sich die aufgenommene Leistung am Haushalt meist dauerhaft (auuser bei wolkigem Wetter) über die Mittagszeit, während
* jeder Verbraucher in der Leistungsklasse eher ungeplant (morgens, Kaffeepause, Mittags, und Abend) mal eingeschaltet wird.

Oder noch klarer : warum ist ein Wasserkocher, der eher ungeplant 1.000 Watt zieht legal, aber eine Solaranlage mit eher stabilen 1.000 Watt Leistungsreduzierung illegal oder Netzsicherheits gefährdend ?

Die Wasserkocher etc. mussten schon von je her einkalkuliert werden !
Die Solaranlagen sind damit kein anderes und eher leichter zu steuerndes ‚Problem‘ !

Und je mehr Solaranlagen bei Privathaushalten existieren, desto weniger !!! belastet werden ja die Zuleitungen zu den Siedlungen, weil zumindest am Tag und Sonne weniger Verbrauch anfällt !

Ich lese immer wieder zu viele Solaranlagen könnten das System abstürzen lassen.

Na dann lasst uns doch einfach mal eine Kaffeemaschinengemeinschaft bilden und genau zu jeder vollen Stunde alle einschalten, was ist dann ?
83 Mio Einwohner,
40 Mio Hauptsitzhaushalte

Nur 1 Mio Kaffeemaschinenbesitzer bei 800 Watt = 800 MW Schwankung auf wenige Sekunden,
schon immer möglich gewesen und reale Gefahr !

Ich erinnere mich noch an Berichte von Fußball WM um 80er, wo in den Pausen die Wasserversorgung in die Knie ging, weil alle dann aufs Klo rannten.

Auch die Kuehlschraenke könnten danach angelaufen sein, nachdem neues kaltes Bier heraus geholt wurde, was aber damals noch Ehefrau und Kinder im Spiel machen mussten.

Also ich fühle mich da doch arg vera…..
Früher waren alle Haushalte autark (Holzofen, etc.) wir sollten da wieder hin kommen – oder zumindest näher dran,
um mit Solar oder Wind wo machbar eine gewisse private Grundversorgung zu haben.
Damit sind dann auch Blackouts weniger schlimm, weil jedes Haus dann ueber eigene Notstromanlage verfügt und nicht gleich das Chaos los bricht.

Energiewende

Technik

R.H., 24. Januar 2023

Bis 2030 werden 22 GW Stromerzeugung aus Seewind und 60 GW aus Landwind dazugebaut (Osterpaket), insgesamt also (es sieht jedenfalls im Moment so aus) fast nur im Norden. Also werden wenigstens 50 GW Stromerzeugung im Norden aufgebaut.
Bereits heute reichen die Leitungen nicht, die Ausbaupläne sehen auch nur einen kleinen Ausbau von 6 GW (A-Nord + Südlink + Südostlink) und sicherlich noch einige Erweiterungen vor.
Damit kann der Stromtransport doch gar nicht bewältigt werden und die Anlagen im Norden erhalten ihr Geld fürs Stillstehen.

Wie hoch wird insgesamt die Nord-Südtransportkapazität im Jahre 2030 sein?

Bürgerbeteiligung

Michael L., 6. Januar 2023

Guten Tag!
Ich habe gehört, dass der Bundestag ein Gesetzpaket beschlossen hat, mit dem auch der Netzausbau „beschleunigt“ werden soll. Die Bürgerbeteiligung wird eingeschränkt oder fällt ganz aus. Außerdem sollen verschiedene heute noch zu berücksichtigen Faktoren wie Lärm an Leitungen keine Hindernisse beim Bau mehr seien. Stimmt das?
Vielen Dank für Ihre Antwort!

Gesundheitsschutz

Isabella W., 9. Dezember 2022

Hallo, wir haben vor kurzem ein schönes, teures Randgrundstück erworben, auf dem wir nun zeitnah bauen wollen. Bei der Erschließung dieses Gebiets ist uns jetzt aufgefallen, dass um unser Grundstück Erdkabel verlegt wurden, die das gesamte Neubaugebiet (50 Wohnhäuser) verbinden. Es handelt sich dabei um etwa 20 Kabel nebeneinander, die dann hinter unserem Grundstück in einem neuen Trafohäuschen enden. Unser Haus wird zu diesen Kabeln unter dem zukünftigen Bürgersteig etwa einen Abstand von 3 m haben. Da wir drei kleine Kinder haben, mache ich mir jetzt doch Gedanken, ob von den Erdkabeln und den dadurch entstehenden Magnetfeldern eine Gesundheitsgefährdung ausgehen kann?

Sonstiges

Herr B., 2. Dezember 2022

Stromnetzstabilität und Ausbau/Volatilität der Erneuerbaren erfordern immer mehr Netzeingriffe und höheren Transportbedarf. Trassengegner kritisieren, daß Ersatzneubauten der Juraleitung eine 6fache Stromtransportfähigkeit mit möglichem 10fachem Stromtransport bieten, der Bedarf dafür nicht nachgewiesen sei und Magnetfelder erhöht werden.
Ist es zutreffend, dass die Auslastung und die EMV-Felder von Stromtrassen von Bürgern beeinflusst werden kann, wenn sie einfach mehr Strom dezentral verbrauchen, der dann nicht übertragen werden muß? Bei Beibehaltung des Status Quo würde nicht mehr Strom wie bisher durch die neuen Leitungen fließen. Nur wenn das „Trassen-Totschlagsargument“ „Dezentral“ nicht funktioniert, Verteilnetzbetreiber den lokalen Netzausbau verschlafen oder NIMBYs die Energiewende behindern, müßte mehr Erneuerbarer Strom von Norden bzw. der EU geliefert werden.
Eigentlich könnten dann ohne vermeintliche Nachteile marode Leitungsfundamente und spröde Weltkriegsstahl-Masten der Juraleitung auf den Stand der Technik ersetzt werden, was ohnehin aus Gefahrschutzgründen (siehe Brücken..) erforderlich ist.

Energiewende

Herr B., 1. Dezember 2022

Die Energiewende in Europa braucht zum Gelingen m.E. Übertragungs- und Verteilnetze gleichzeitig. Widersprüche gegen Stromkonzerne und europäische Zusammenarbeit sind häufig von „Europagegnern“ am Rande der Gesellschaft und bei NIMBYs zu finden. Wenn die Trassengegner nicht immer nur protestieren und seit 2014 die wirklichen Treiber der Energiewende wie TenneT behindern, sondern die m.E. wirklichen „Schläfer“ im Verteilnetz wie N-ERGIE „antreiben“ würden, dann wäre Energiewende, Stromtrassen/Speicher und damit sichere und preiswerte Stromversorgung hier schon lange am Laufen. Und: das überlastete Verteilnetz könnte die erwartete Strommehrung im Übertragungsnetz wie der Juraleitung und den HGÜs anstelle der Verteilnetze überhaupt nicht stemmen, wenn die N-ERGIE schon beim Anschluss kleinerer Solarfelder „die Löffel streckt“ und das Nürnberger Land als Trassengegner-Vorzugs-Standort bei der Umstellung auf Erneuerbare mit mickrigen 10% am Ende aller Bayern-Landkreise liegt. Eine Verzögerung der Trassen mit fadenscheinigen Gründen durch NIMBYs verursacht unnötige Baukostenverdoppelung. Hier in Bayern sind es wohl nur einige wenige „Anführer“, welche die gesamte Gesellschaft mit ihrem persönlichen und eigennützigen NIMBY-Widerstand vereinnahmen wollen.
Ist dies ein bundesweiter Trend oder wird Energiewende/Stromnetzausbau in der weit überwiegenden und meist schweigenden „Normal“-Gesellschaft übergreifend neutral-positiv und global bzw. europäisch und solidarisch betrachtet und machen sich Trassen-Gemeinden endlich nach Abschluss von bestätigten Raumordnungsverfahren von eingeredeten Scheinargumenten frei, zumal die Notwendigkeit der Trassen und Vereinbarkeit mit EU-Recht auch vom Bundesverwaltungsgericht nirgends in Frage gestellt wird?

Bürgerbeteiligung

Herr B., 28. November 2022

Die TenneT-Kosten für das Übertragungsnetz betrugen 2021 minimale 2,109 Cent pro kWh bei einem Strompreis von ca. 32 Cent/kWh. Darin sind bereits Milliardenkosten an Redispatch und die gesamte Netzbewirtschaftung und Investition enthalten.

TenneT führt in den Webinare-Antworten der Bürgerbeteiligung u.a. aus: Netzausbaumaßnahmen werden auch nur dann durchgeführt, wenn für sie über die gesamte Lebensdauer der Maßnahme ein kostensenkender Effekt auf die Netzentgelte prognostiziert wird. Der Netzentgelterhöhung durch das Investment steht damit eine Netzentgeltsenkung durch geringere Systemdienstleistungen gegenüber.

Um eine konstante und sichere Energieversorgung dauerhaft sicherzustellen ist ein Ersatzneubau der veralteten Trasse erforderlich. Die dadurch entstehenden Kosten werden von TenneT als Übertragungsnetzbetreiber getragen. Über eine Vereinheitlichung der Übertragungsnetzentgelte findet allerdings eine Verteilung über alle Stromkunden in Deutschland statt.

Durch ein moderneres Netz werden allerdings auch die Kosten für sog. Systemdienstleistungen (z.B. Engpassmanagement oder Netzverluste) reduziert. Die daraus entstehende Ersparnis übersteigt sogar die weiterzureichenden Kosten an den Endverbraucher, sodass es langfristig zu einer Reduktion der Netzentgelte führt.

Mein Fazit: Da bestätigt TenneT auch bezogen auf die Juraleitung, daß Trassenausbau zu einer Kostensenkung für die mittelfränkischen Stromverbraucher führt. Da mittlerweile die Strombedarfsmengen im Szenariorahmen annähernd verdoppelt wurden, ergeben sich daraus pro kWh noch deutlich reduziertere Transportkosten für die Zuführung des ohnehin deutlich billigeren Windstroms und deutlich weniger Netzverluste durch HGÜ- und 380kV-Übertragung.
Der BDS führt u.a. dazu aus: Da Hochspannungsleitungen über 40 Jahre abgeschrieben werden können und häufig 80 Jahre oder länger in Betrieb bleiben, ist die Ertüchtigung und der Ausbau des deutschen Übertragungsnetzes deutlich günstiger als die Investition in viele kleine Erzeugungsanlagen oder konventionelle Kraftwerke. Die gesamtvolkswirtschaftlichen Kosten des Netzausbaus sind demnach geringer als die der Netzengpassbewirtschaftung, welche ohne einen konsequenten Stromnetzausbau in den kommenden Jahren zunehmen wird.

Außerdem muss eine über 90Jahre alte mit marodem Weltkriegsstahl und nicht mehr tragfähigen Fundamenten bestückte Leitung ohnehin erneuert und an den Stand der Technik angepasst werden.

Warum wird durch die Trassengegner bei so geringen Kostenanteilen für das Übertragungsnetz und erheblichen Preisvorteilen für die Verbraucher immer dreist behauptet, nur das Übertragungsnetz würde gegenüber rein Dezentraler Versorgung zu massiven Kostensteigerungen für Verbraucher führen obwohl der fehlende Ausbau des Verteilnetzes, deshalb notwendige Abregelungen und Baukostenerhöhungen durch die Behinderungen durch BIs/NIMBYs (inkl. Umplanung auf Erdkabel) die tatsächlichen Kostentreiber der Stromkosten sind und wir die nächsten 10-20 Jahre Verteilnetzkosten zahlen aber dort keine Einspeisung möglich ist?

Energiewende

J. B., 23. November 2022

Meines Erachtens ist eine reine dezentrale oder autarke Energiewende unrealistisch und gegenüber (teil-)zentraleren Anlagen und Übertragungs-Stromtrassen zu teuer, wenn man vermehrten Verteilnetzausbau, Flächenmehrbedarf und dessen Grundstückskosten, mehr benötigte Erzeugungs- und Speicheranlagen und damit mehr Lebensdauerersatz- und Entsorgungsbedarf, dezentralen Hausbesitzeraufwand, Strombeschaffungskosten, Netzverluste gegenüber HGÜ und fehlende Skalierungseffekte , Milliardenaufwand pro Jahr bei Netzstabilisierung und fehlende überregionale Milliarden-Ersparnisse pro Jahr auf EU-Ebene usw. und NIMBY-Effekte gegenrechnet.
Ein Professor brachte es einmal mit einer Gleichung auf den Punkt: „Weniger Netzausbau sei gleichzusetzen mit mehr Speicher plus mehr Erzeugungsanlagen plus mehr elektrische Verluste plus mehr Ressourcenverbrauch, mithin weniger Umweltschutz plus höhere Kosten“. Man müsse bei „Netzausbauverhinderungsstudien“ immer „ins Kleingedruckte“ (spricht: viele unberücksichtigte Kosten oder unrealistische Annahmen, Vorgaben der Auftraggeber..) schauen.
Kann dem zugestimmt werden und ergeben die Ansichten der Trassengegner und Fertigstellungsverzögerungen ein späteres Erwachen mit erheblich teurerem Strom für die Normalbürger?

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