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Bürgerdialog Stromnetz: BürgerInnen und Experten diskutieren zum Thema Wasserstoff und Energiewende im Landkreis Friesland

Berlin, 28. September 2020 Im Landkreis Friesland soll im Rahmen der „Wasserstoff Modellregion Nordwest“ der Aufbau einer Wasserstoff-Infrastruktur vorangetrieben werden. Zu diesem Anlass hat der Bürgerdialog Stromnetz am 23. September zu einer weiteren virtuellen Bürgerinformationsveranstaltung geladen, um interessierte BürgerInnen über Energiewende und Stromnetzausbau im Norden Deutschlands zu informieren.

Wasserstoff kann zum umweltfreundlichen Betrieb von Personennahverkehr, Schwertransporten oder kommunalen Reinigungsfahrzeuge verwendet werden. Als Basis für den zur Wasserstoffproduktion benötigten Strom dienen u.a. die zahlreichen regionalen Windpark- und Solaranlagen. Moderator Sven Blanke, Regionaler Ansprechpartner des Bürgerdialogs Stromnetz in Westniedersachsen, betonte: „Bürgerbeteiligung und Netzausbau sind gleichermaßen wichtig für unser Land.“

Wasserstoff als weiterer Baustein zum Gelingen der Energiewende

Wesentlicher Vorteil der Wasserstofftechnologie: Überschüssiger Windstrom, der über chemische Verfahren in Wasserstoff umgewandelt wird, lässt sich so problemlos speichern und transportieren. „Investitionen in die Wasserstoffinfrastruktur können aber keineswegs den Ausbau des Stromnetzes ersetzen“, sagte Dr. Alexander Dyck, Abteilungsleiter Stadt- und Gebäudetechnologien am Institut für Vernetzte Energiesysteme beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR). Im weiteren Verlauf erlärte Dyck die Funktionsweise von Wasserstoff als sektorenkoppelnde Elementverbindung und die verschiedenen Anwendungsmöglichkeiten. Dyck ergänzte: „Wasserstoff stellt keine Konkurrenz zum Strom dar, sondern ist wichtiger auch stofflicher Baustein zum Gelingen der Energiewende.“

Ausbau der Wasserstoff-Technologie braucht Bürgerbeteiligung und starke Akteure

Im Anschluss erläuterte Dr. Martin Dehrendorf, Leiter der Abteilung Planung und Infrastruktur beim Landkreis Friesland, konkrete Wasserstoffprojekte in Friesland. „Um die Klimaziele zu erreichen sind große Anstrengungen notwendig“, sagte Dehrendorf. Dabei sei die Beteiligung der BürgerInnen vor Ort ein ganz wichtiger Aspekt für den Erfolg der Energiewende. „Gerade beim Thema Wasserstoff braucht es starke Akteure vor Ort, aber genauso eine hohe Akzeptanz in der Bevölkerung“, betonte Dehrendorf. So könnten die BürgerInnen stärker begeistert werden, wenn sie anhand von Demonstrationsprojekten die Energiewende samt neuer Technologien konkret erleben. In der anschließenden Fragerunde diskutierten Online-Zuschauer und Experten noch eingehender über die Bedeutung von Wasserstoff für die Energiewende.

Dialog, um die Energiewende gemeinsam zu gestalten

Auch unsere zukünftigen Bürgerinformationsveranstaltungen laden alle am Stromnetzausbau in der Oberpfalz interessierten BürgerInnen ein, sich über Netzausbau und -optimierung und die Energiewende im Allgemeinen zu informieren. Die vortragenden ExpertInnen vermitteln aktuelle Themen kompetent und adressatengerecht.