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Bürgerdialog Stromnetz: Experten beantworten Fragen zum Thema „Infrastrukturelle Großprojekte. Kann Dialog und Beteiligung Akzeptanz schaffen? – Am Beispiel des Stromnetzausbaus in Thüringen

Berlin, 18. September 2020 Der Ausbau der Stromnetze im Rahmen der Energiewende läuft auf
vollen Touren. Auch in Thüringen sollen neue Stromtrassen gebaut werden. Dafür ist es wichtig,
frühzeitig für umfassende Informationen und Transparenz zu sorgen. Daher haben die Thüringer
Allgemeine (TA) und der Bürgerdialog Stromnetz am 17. September interessierte BürgerInnen zu
einer virtuellen Bürgerinformationsveranstaltung eingeladen. Das Thema: „Infrastrukturelle
Großprojekte: Kann Dialog und Beteiligung Akzeptanz schaffen? – Am Beispiel des
Stromnetzausbaus in Thüringen“. Zusammen mit den ThüringerInnen diskutierten die ExpertInnen intensiv darüber, wie ein offenes Miteinander aussehen kann. „Die Energiewende ist ein gesamtgesellschaftliches Projekt, sagte Moderator und TA-Chefredakteur Hollitzer. „Daher sind Transparenz und Dialog mit den Betroffenen von zentraler Bedeutung.“

Die Notwendigkeit des Ausbaus erklären und mit Fakten belegen

Klar ist: Ohne Akzeptanz der betroffenen BürgerInnen lassen sich heute kaum noch solche großen Bauprojekte umsetzen. „Beteiligungen müssen bürgerfreundlicher gestaltet, strittige Themen objektiv augearbeitet werden“, forderte Katrin Hucke, Hauptgeschäftsführerin des Thüringer Bauernverbandes e.V., in ihrem Vortrag. Denn oft seien die Unterlagen extrem umfangreich und die Länge der Bauabschnitte für Betroffene nicht nachvollziehbar.
Der nächste Fachvortrag zielte in eine ähnliche Richtung: „Man muss den Menschen zunächst die
Notwendigkeit solcher Ausbaumaßnahmen erklären und mit Fakten belegen, erklärte Frank Groß,
Vorsitzender des Thüringer Landesverbands Windenergie. Zudem müsse eine langfristige Strategie erkennbar sein. Eine ganz andere Stoßrichtung unternahm Dr. Robert Bankwitz, Vereinsvorstand von BürgerEnergie Thüringer Vogtland. Seine These lautete: „Energievermögen gehört in Bürgerhand.“ Wenn Bürger für ihre Stromversorgung selbst zuständig seien, entstehe ein anderes Verständnis für Zusammenhänge, sagte Bankwitz. „Dadurch kann die Belastung durch Infrastrukturprojekte etwas verringert werden.“


Dialog, um die Energiewende gemeinsam zu gestalten

Auch unsere zukünftigen Bürgerinformationsveranstaltungen laden alle am Stromnetzausbau in der Oberpfalz interessierten BürgerInnen ein, sich über Netzausbau und -optimierung und die
Energiewende im Allgemeinen zu informieren. Die vortragenden ExpertInnen vermitteln aktuelle
Themen kompetent und adressatengerecht.