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Bürgerdialog Stromnetz: Experten beantworten Fragen zum Thema Wasserstoffgewinnung im Landkreis Emsland


Berlin, 8. Oktober 2020
 Wasserstoff zählt im Emsland zu den Hoffnungsträgern der Energiewende. Die norddeutsche Region mit ihrem Energiemix aus Gas, Biomasse und Windenergie gilt als bedeutender Energiestandort zwischen Küste und Ruhrgebiet. Dort will die H2-Region Emsland, ein Zusammenschluss regionaler Wasserstoffakteure, die Wasserstoffproduktion weiter vorantreiben. Daher hat der Bürgerdialog Stromnetz am 29. September zu einer weiteren virtuellen Bürgerinformationsveranstaltung geladen, um interessierte BürgerInnen über Energiewende und Stromnetzausbau zu informieren. Moderator Sven Blanke, Regionaler Ansprechpartner des Bürgerdialogs Stromnetz in Westniedersachsen, sagte: „Im Emsland hat die Politik lange auf die Verabschiedung der Nationalen Wasserstoffstrategie gewartet. Für die regionale Wertschöpfung ist sie von großer Bedeutung.“

Wasserstoff als Energieträger nutzbar machen

Klarer Vorteil der Wasserstofftechnologie: Überschüssiger Ökostrom, der über chemische Verfahren in Wasserstoff umgewandelt wird, ließe sich in Zukunft relativ problemlos speichern und transportieren. Stefan Sennekamp, Projektsprecher beim Übertragungsnetzbetreiber Amprion, sagte: „Durch den Windkraft-Ausbau im Norden steht im Emsland nun Leistung bereit, die wir für das Energiesystem nutzbar machen müssen.“ Im Anschluss erklärte Dr. Jan Teuwsen, bei Amprion aktiv im Bereich Umfeldanalyse, die Rolle von Wasserstoff für den Klimaschutz sowie dessen Anwendungsmöglichkeiten beispielsweise für die Sektorenkopplung. Sektorenkopplung bedeutet, dass Strom aus erneuerbaren Energien dazu genutzt wird, um in anderen Sektoren wie Industrie oder Verkehr den Einsatz von fossilen Energien zu reduzieren.

Den Ausbau der Wasserstoff-Infrastruktur adäquat vermitteln

Dr. Tim Husmann, Geschäftsstellenleiter der H2-Region Emsland, sagte: „Das Vermitteln von Informationen ist zu diesem Zeitpunkt sehr wichtig. Denn der Aufbau einer Wasserstoffwirtschaft steht in Deutschland schließlich noch am Anfang.“ Dafür müssten die Menschen aber wissen, worum es geht, so Husmann. In einer Fragerunde diskutierten Online-ZuschauerInnen und ExpertInnen dann noch intensiver über die Bedeutung von Wasserstoff und Netzausbau.

Dialog, um die Energiewende gemeinsam zu gestalten

Auch unsere zukünftigen Bürgerinformationsveranstaltungen laden alle am Stromnetzausbau Emsland interessierten BürgerInnen ein, sich über Netzausbau und -optimierung und die Energiewende im Allgemeinen zu informieren. Die vortragenden ExpertInnen vermitteln aktuelle Themen kompetent und kurzweilig.